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Der TRXPTC im Einsatz auf der Segelyacht SILVER CLOUD

Um auf seiner Segelyacht SILVER CLOUD via E-Mail erreichbar zu sein, hat sich Connie Muller für den TRXPTC, eingebaut in einen ICOM M710 Marine Kurzwellentransceiver, entschieden. Im rauen Fahrtgebiet um Südafrika hat sich diese Kombination bereits bewährt.

Der TRXPTC im Einsatz auf der Segelyacht SILVER CLOUD

Kapitän Connie

"Der ganz normale Wahnsinn",

SY Seaa Cloud is leaving Knysna Heads
SY Sea Cloud is leaving Knysna

meint Connie, als wir uns via Skype treffen um über seine Erfahrungen mit dem M710/TRXPTC zu plaudern. Connie Muller (56)  segelt seit vier Jahren an der Südspitze des afrikanischen Kontinents. Bisher führte ihn sein Weg von Kapstadt um das Kap der Guten Hoffnung nach Madagaskar, in Kürze wird er seine Reise über die Insel La Reunion über den Indik nach Thailand fortsetzen.

"Auf unserem Weg hatten wir einen Wellenschaden und mussten nach Richards Bay zurück. Vor Port Elizabeth sind wir in einen Jahrhundertsturm gekommen. Aber wir geben nicht auf, unserer Traum wahr zumachen. PACTOR hilft uns dabei, mit unseren Freunden und der Familie an Land im Kontakt zu bleiben."

Captain Connie from SV SILVER CLOUD
Captain Connie von der SY SILVER CLOUD

"Als ich die SILVER CLOUD vor etwa fünf Jahren übernahm, war dort ein alter Kenwood Transceiver installiert. Er war allerdings so alt und vergammelt, dass mir die Installation eines neuen, und vor allen Dingen für unsere Reise robusten, Funkgeräts als eine Investition in unsere Sicherheit auf See als vordringlich erschien. In Knysna traf ich glücklicherweise Michael von der IRON LADY (www.ironlady, www.lunatronic.net), Beim typisch südafrikanischen Braai (Grillabend) im Knysna Yacht Club berichtete ich ihm von meinem Vorhaben und konnte von seiner langjährigen Erfahrung in Bezug auf Kommunikationselektronik profitieren. Schnell waren mir die Vorteile eines bewährten und stabilen  Marinefunkgeräts klar. Auf der ganzen Welt wird der M710 in Fischerbooten verbaut, wo sie rauen Umweltbedingungen auf See ausgesetzt sind. Michael legte mir nahe, das Modem für den E-Mail Verkehr über Sailmail und Winlink, sowie Wetterfax und Gribfiles, einfach in das Funkgerät mit einzubauen. Heute bin ich wohl der erste und einzige südafrikanische Segler, der über so eine Anlage verfügt. Die anderen Segler, denen ich unsere Anlage stolz vorführe, kommen aus dem Staunen nicht mehr raus."

M710/trxptc
M710/TRXPTC

Das PACTOR-Modem im Funkgerät ist technisch kein Problem. Mit dem TRXPTC von SCS können Transceiver, die über den notwendigen Platz verfügen, mit mäßigem Aufwand entsprechend ausgerüstet werden. Die Arbeiten sollten durch einen Profi ausgeführt werden.

Hier die hauptsächlichen Vor- und Nachteile:

Vorteile:

  • Sehr robuster Marine-Transceiver mit Wasserschutz nach oben
  • Platzeinsparung des externen Modems
  • Kabellose Kommunikation des Modems mit dem Personal Computer über Bluetooth, damit Interferenzunterdrückung
  • Unempfindlich gegen Korrosion der Stecker der Verbindungskabel.

Nachteile:

  • Sollte der Transceiver mal defekt sein, muss das ganze Gerät inklusive des integrierten Modems in die Werkstatt
  • Der Transceiver verliert durch die Modifikation seine Gewährleistung durch den Hersteller.

Captain Connie from SV SILVER CLOUD
SILVER Clouds bisheriger Weg

 

"Wenn hier ein Sturm aus Südwest angekündigt wird, sind die Segler schneller als die Ratten in ihren Löchern verschwunden. Das hängt damit zusammen, dass dann der stürmische Wind gegen den Agulhasstrom drückt und sich kurze, steile und brechende Monsterwellen bis zu 20 Meter Höhe auftürmen können. Da sind schon ganze Megatanker einfach von der Meeresoberfläche verschwunden."

Doch wer, wie Connie Muller Richtung Ost um das Kap segelt, muss mit Wind und Wellen rechnen.

"Du meinst, dass Du vorankommst, hinter dir quirlt das Kielwasser und wenn Du nach einer Stunde auf die Karte schaust, bist Du rückwärts gesegelt."

Doch die Südafrikaner sind nicht dumm und Capitän Connie schon mal gar nicht. Sie nutzen den sogenannten Närstrom. Dicht unter Land kippt der Strom  in die entgegengesetzte Richtung, diesen Strom können die Segler in diesem Revier nutzen, um sich vorsichtig nach Osten vorzuarbeiten. Kapitän Connie war gezwungen, in 12-20 stündigen Etappen von Hafen zu Hafen zu segeln und dies möglichst weit unter Land.

"Du mußt so nahe am Ufer entlang segeln, dass Du die verliebten Pärchen am Strand entlanglaufen siehst und zwar mit bloßen Augen. Wenn Du sie grade eben erkennen kannst, hast Du den richtigen Abstand zur Küste. Wenn Du siehst, wie sie sich küssen bist Du zu nah und eine plötzlich auftauchende Freakwave kann Dich umwerfen.“

Nichts für ängstliche Seglernaturen, und um so wichtiger ist mal wieder die richtige Funk- und Modemausstattung.

Captain Connie from SV SILVER CLOUD
er wahre Kapitän? Yolianda im Radio Shack.

 

„Drei Informationsquellen sind für uns besonders wichtig. Erst einmal die lokalen Wetternetze. Auf der 14.316/7045 Mhz gibt uns Seglern Alister, ZS5MU, jeden Morgen um 6:30/11:30 UT die aktuelle Wetterlage durch und berät jeden einzelnen Segler.  Ein robustes, starkes Funksignal hilft hier sehr, um sich selbst in der letzten Bucht noch einloggen zu können, um von Allister eine persönliche Wetterprognose zu erhalten.  Mit dem M710 und 150 Watt Ausgangsleistung bin ich da auf der sicheren Seite. Mit meinem Sohn in der Nähe von Durban bin ich ebenfalls in Kontakt über SSB. Für die Segelei weit wichtiger ist jedoch der Empfang von GRIB Files.“

GRIB Request
GRIB Wetterdatenanfrage

„Die GRIB Files abonnieren wir individuell für unser Fahrtgebiet und  einen bestimmten Zeitraum  über E-Mail. Diese E-Mails senden und empfangen wir über das im M710 integrierte PACTOR-Modem." 

GRIB Report
GRIB Wetterdatenkarte

"Ich bin Amateurfunker, doch wir nutzen nicht nur Winlink, sondern parallel Sailmail. Eines der beiden Systeme ist immer zu erreichen. Ohne das integrierte TRXPTC Modem, das dem großen Bruder, dem PTC-IIusb in nichts nachsteht, würde das nicht gehen. Der Unterschied ist der, dass wir von unserem PACTOR Modem nichts sehen, außer einer kleinen Plastikabdeckung auf der Rückseite des M710, der die Blue Tooth Antenne des Modems abdeckt. Der ganze Kabelsalat zwischen Modem und Funkgerät und damit auch die elektromagnetischen Eigenstörungen entfallen bei uns. Die Verbindung zwischen Modem und Computer übernimmt easy und wireless die Bluetooth Schnittstelle. Wieder weniger Störungen, da der USB Anschluss normalerweise in einer Frequenz sendet, die wir auch mit dem Funkgerät benutzen.“

Nur weniger Segler nutzen die volle Bandbreite der SCS PACTOR Modem Möglichkeiten. Meist bleibt es bei E-Mail und Wetter-Gribfiles. Capitän Connie ist da schon eine große Ausnahme. Bei den langen Wartezeiten an der südafrikanischen Küste Richtung Madagaskar hat man als Segler aber auch viel Zeit zum Ausprobieren.

„Die Grib Files zeigen uns Hochs und Tiefs, drehende Winde, deren Stärke, Luftdruck, Regen, uvm.  Warm- und Kaltfront Ausläufer allerdings, tropische Konvergenzen oder gar  tropische Stürmezeigen sie uns nicht,  doch PACTOR kann auch das. Mit MSCAN, der optionalen Software, empfangen wir bequem und ohne viel Zutun Wetterfax Karten. Das fängt an mit den obligatorischen Bodendruckkarten alle 6 Stunden von Südafrika bis hin zur Eiskarte der Antarktis. Mit MSCAN empfängt der angeschlossene PC via Bluetooth und TRXPTC das von mir programmierte Programm. Morgens die Bodendruckkarte als FAX, um 11Uhr RTTY Wetterberichte, sogar gesprochene Radio- und Wettersendungen kann ich automatisch aufnehmen. Einziger Nachteil für eine solche Vollautomatik: die gesamte Anlage muss dabei natürlich eingeschlaltet sein und verbraucht Strom.“

Captain  Connie und ich verstricken uns noch etwas in den alten Zeiten und ich bin froh, dass ich ihm wenigstens noch ein bisschen neugierig machen kann zum Thema Position Reporting. Ich schicke den Positionsreport Link von meiner letzten Atlantiküberquerung zu und sofort löchert er mich nach den notwendigen Einstellungen in Airmail. Ich bin gespannt, wann es bei Connie losgeht in Richtung Thailand und wie seine Erfahrungen dort sein werden.

Michael Wnuk, DL1JD, Cape Town June/2009

 

 

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